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Blog za bralce knjige [psi]

Odlomek, ki razpozna bralčevo sprejemanje

Eros: … ta odlomek je zagotovo eden od zanimivejših dosežkov v tej knjigi! gre za nekakšen portal, vhod v knjigo … pred njim je forum, kjer se vsi zberejo in spoznajo like, za njim pa svetovi. ta del opravi pomembno funkcijo usmerjanja bralcev po vsebini in nadaljevanju branja. zaradi teh dveh (navidezno) preprostih strani v resnici vsak krene točno po svoji poti. v tem delčku je celo mehanizem, ki razpoznava bralčevo sprejemanje in ga na tako na branje pripravi drugače, kot tistega, ki se sprejema.

kot zanimivost naj povem, da je bil ta del napisan v nekaj minutah in je eden redkih delov, kjer sem pisal ne da bi se zavedal kaj sploh pišem … pred tem sem ves dan razmišljal, kako naj zaključim pogovor s psom … v sebi sem vedel, kaj mora biti povedano, nikakor pa se mi ni sanjalo, kako naj to povem … nato je priletelo kot nekakšen preblisk (ob 2. ali 3. uri zjutraj) in šele ko je bilo napisano sem prebral in izvedel za kaj gre … bilo je polno slovničnih napak, nepravilnih vrstnih redov in povsem brez ločil … in ko sem prvič prebral se mi je zdelo res nenavadno, bilo zelo drugače od tega, kar sem si pred tem zamišljal … toliko, da se nisem vprašal, kaj je zdaj to! šele sčasoma sem spoznal namen tega dela besedila in dovršenost psihologije, ki jo uporablja … prilagam ga v nemškem prevodu.

Mitten im Wald suchte die Finsternis nach Sternen, die sie zum Himmel erheben würden, aber die Sterne waren zu hoch, um ihr die Hand zu reichen.
Eros sann noch lange nach.
Sein Leben leuchtete in einem vollkommen neuen Licht auf, als hätte er im Dunkel Lichter entzündet. Der helle Schein seiner Gedanken war klar wie das von den Bergen herab fließende Wasser und unaufhaltsam wie die höchste Welle des Meeres.
Die Sonne ging allmählich auf und reichte der Finsternis ihre Hand, damit sich diese zum Himmel erheben konnte. Die ersten Sonnenstrahlen fielen sanft auf die Blätter der Bäume, und die warme Liebe der Sonne überflutete die Lichtung.
Eros stand auf, und der Hauch des Waldes erfasste den Duft seines Körpers. Grasbüschel wurden grün, und Zweigspitzen sprossen auf, als hätten sie den nackten Körper berühren wollen. Es kroch sogar eine kleine Schnecke aus ihrem Gehäuse heraus und streckte ihre Hörner hoch in die Luft.
Auf der Lichtung kam alles, alle winzigen Lebewesen und alle Pflanzen auf einmal zum Erstarren, alle Trauer, Sorge und Leid zerrannen wie Träume, die der Morgen berührt. In Erwartung, vom Hauch des Waldes erneut geküsst zu werden, strafften sich ihre winzigen Körper, Blätter und Stämme, als hätten sie Tautropfen vom feuchten Boden aufgesaugt. Sie alle wurden von einem unermesslichen Liebesdrang ergriffen.
Ihre Begierde steigerte sich mit jedem Atemzug, und ihre Gedanken schlossen sich zusammen, um das LEBEN zu berühren. Es war, als wäre mitten im Winter ein Frühling angebrochen.
In den Spitzen ihrer Glieder, Blätter und Nadeln spürten sie bald ein sanftes Prickeln, ein unbeschreiblich schönes Gefühl, das zunahm und sich aus dem Körper allmählich ausbreitete. Dann blieb ihnen der Atem stehen.

Eros bemerkte die Harmonie nicht, die das Leben auf der Lichtung durchdrang. Er beugte sich über eine kleine Pfütze, die in der Mulde zwischen den Blättern und dem Gras entstanden war. Was er dort erblickte, verschlug sogar dem Wind seinen Atem Hauch.
Die Wasseroberfläche wurde still, und der Widerschein, den er nun erblickte, wurde immer deutlicher, als hätte er ihn im Spiegel geschaut. Der ihm gegenüberstehende gemeißelte Körper lockte durch seine Nacktheit Träume hervor, und die angespannten Muskeln schimmerten in der Sonne, als hätte sie jemand mit goldenen Blättchen belegt. Seine olivfarbene Haut war glatt wie die Sanftheit einer Feder, und aus seinen Armen spiegelte sich auf der Wasserfläche die Kraft eines vollkommenen Körpers wieder. Die breiten Schultern scheuten keine schwere Last, und die Hände hätten mit ihren sinnlichen Fingern die Sterne am Nachthimmel streicheln können. Sein Penis war groß und schön, fast liebeshungrig, und sein Blick klar wie ein Tag nach dem Regen und geheimnisvoll anziehend.

Eros berührte mit den Fingern seine Brust, um sich zu vergewissern, ob er wirklich die Widerspiegelung seiner eigenen Gestalt sah. Er heftete seinen Blick auf die glänzende Tiefe seiner Augen und empfand am Ende die Wahrheit der Macht.
Er schloss die Augen. Seine Nasenlöcher wurden weiter und sogen die Luft auf der Lichtung tief ein. Anschließend fiel er auf die Knie und machte Liebe mit sich selbst, bis sein Samen sieben Mal auf den feuchten Blättern auf der schwarzen Walderde liegen blieb.

Konec prvega poglavja.
Če čisto nič ne znate nemško, naj vam prevedem zadnji stavek: “Nato je padel na kolena in se ljubil s seboj, dokler ni njegovo seme sedemkrat obležalo na vlažnem listju na črni gozdni prsti.”
V slovenskem izvirniku to besedilo najdete na strani 47 in 48.
Ali zdaj veste o katerem odlomku je govora? 😉

One Comment

  1. Ja Eros, prav danes sem spet prebrala ta odlomek. In posvetilo se mi je – v mojem svetu pač, da je to tisto Življenje, ki ga lahko vsi doživimo. Harmonija, ko se ljubeče povežeš z vsem, torej, ko se vsi trije razumi povežejo in samo sprejemajo. Tudi Eros (oz. jaz)je/sem samo ljubeči del tako kot “narava” tega Življenja, torej človek, ki mu ni treba nič razmišljati – le sprejemati. Najprej sebe, ker SEM/JE neverjetno lep – s tem pa Življenje samo.

    (Priznam, da doživetje tudi poznam).